Halbzeit am Kapitalmarkt – was Anleger jetzt lernen können

Show notes

Die erste Hälfte des Börsenjahres liegt hinter uns. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Doch anstatt nur auf die vergangenen Monate zurückzublicken, gehen wir in dieser Folge einen Schritt weiter: Welche Lehren können Anlegerinnen und Anleger aus den Entwicklungen an den Kapitalmärkten ziehen – und was bedeutet das für den langfristigen Vermögensaufbau?

Gemeinsam mit Haspa Chef Investment Stratege Bernd Schimmer ordnet Host Ilja Schröter die wichtigsten Entwicklungen des ersten Halbjahres ein. Außerdem sprechen sie darüber, warum sich Kapitalmärkte oft anders entwickeln als die Schlagzeilen vermuten lassen, weshalb langfristiges Denken wichtiger ist als kurzfristige Prognosen und welche Rolle die kapitalgedeckte Altersvorsorge künftig spielen kann.

Viel Freude beim Zuhören!

Aktuelle Analysen und finden Sie wie immer unter www.haspa-kapitalmarkt.de

Bei Feedback oder Themenwünschen schreiben Sie uns gerne an kapitalmarkt@haspa.de.

Show transcript

00:00:00: Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Aufkurs, dem Kapitalmarkt-Podcast der Hamburger Sparkasse.

00:00:21: Mein Name ist Ilja Schröder.

00:00:23: Die erste Hälfte des Börsenjahres liegt hinter uns.

00:00:26: Viele nutzen diesen Zeitpunkt für einen klassischen Rückblick.

00:00:30: Wir möchten heute aber bewusst einen Schritt weitergehen Denn viel spannender als die Frage was in den vergangenen Monaten passiert ist Ist doch die Frage Was können Anlegerinnen und Anlega daraus für ihre Zukunft lernen?

00:00:44: Die vergangenen Monate waren geprägt von geopolitischen Spannungen, neuen Zollkonflikten, anhaltenden Inflationssorgen, Entscheidungen der Notenbanken und neue Notenbankenbänker selber.

00:00:56: Und gleichzeitig erstaunlich robusten Kapitalmärkten.

00:01:00: Aber was sagt uns das über die Funktionsweise der Märkte?

00:01:04: Welche Lehren sollten langfristig orientierte Anlegerinnen und Anlega daraus ziehen.

00:01:10: Und was bedeutet das für uns in Deutschland, für den Vermögensaufbau und die private Altersversorgung?

00:01:15: Darüber spreche ich heute mit unserem Schiefinvestment-Officer Herrn Bernd Schimmer.

00:01:20: Herr Schimmer!

00:01:21: Herzlich willkommen!

00:01:23: Ja auch von meiner Seite herzlich willkommen.

00:01:25: vielen Dank für die Einladung!

00:01:26: Herr Schimmers wir wollten heute ursprünglich einen klassischen halbjahres rückblick machen und ich kann an dieser stelle einschieben wir haben eben schon mal kurz ein bisschen gesprochen.

00:01:36: druckreif liegt unser halb jahres berückblick sozusagen in den regalen aber auch auf dem bekannten internetseiten.

00:01:44: ich werde hinten raus auch noch einmal einen kurzen werbeblock setzen wo sie liebe zuhörerinnen und zuhört den halb- jahrestausblick in gänze nachlesen können je länger ich mich jetzt allerdings vorbereitet habe.

00:01:59: Desto mehr hatte ich den Eindruck, ja das Spannendste ist gar nicht was passiert es sondern war es Anlegerinnen und Anlegers daraus lernen können.

00:02:09: Wenn ich also auf die ersten sechs Monate zurückblicke fällt mir vor allem eins auf Es gab kaum eine Woche ohne neue Schlagzeilen Geopolitische Konflikte Zollthemen Diskussion über Inflation Entscheidung der Notenbanken Und trotzdem haben sich die Kapitalmärkte insgesamt erstaunlich robust entwickelt.

00:02:29: Herr Schimmer, hätten Sie uns diese Entwicklung zum Jahreswechsel so prognostiziert?

00:02:34: Auf jeden Fall!

00:02:34: Eins zu eins ist für uns überhaupt nicht überraschend.

00:02:37: Das musste genau so kommen wie es gekommen ist.

00:02:39: Nee natürlich nicht.

00:02:40: Spaß beiseite.

00:02:41: ich glaube die erste Lektion die man stückweit lernen kann, lernen muss ist die.

00:02:47: Man kann versuchen in die Zukunft zu gucken und man muss eben halt akzeptieren das Szenarien den man aufmacht möglicherweise dann durch bestimmte Einflussfaktoren entweder weniger stark oder eben auch stärker überrollt werden.

00:03:03: und genau das passiert eigentlich in aller Regel.

00:03:05: was mir Allerdings schon Mut macht, ist das Thema der Kursziele.

00:03:11: Das Thema der Bewertung.

00:03:13: Da müssen wir uns ja komplett transparent... Wir haben es ja vorher veröffentlicht dementsprechend auch dran messen lassen und das passt schon ganz gut!

00:03:21: So ist es jetzt unbedingt notwendig, dass man in einer solchen Periode also ausgehend erst der Erster XXVI und dann eben halt guckend bis zum XXXVI, dass da auf die Nachkommastelle alles trifft.

00:03:34: Nee das wird nicht möglich sein aber eine grundsätzliche Einordnung von dem hat schon geklappt.

00:03:40: Die Dinge, die rundherum dort passiert sind, die sind außerhalb einer Vorsorge einer prognose.

00:03:48: Vorstellung würde ich sagen Das kann keiner.

00:03:50: Ich würde die Frage gerne noch mal etwas größer ziehen.

00:03:53: Was war aus Ihrer ganz persönlichen Sicht die wichtigste Erkenntnis oder vielleicht sogar die wichtigsten Lektion, die Anlegerinnen und Anlegers aus diesem ersten Halbjahr mitnehmen sollten in die Zukunft?

00:04:06: Ja

00:04:06: ich glaube die erste Lektions ist jetzt eine ganze alte Lektionen und das klingt auch vielleicht so ein bisschen abgeleiert aber ich glaube es ist wirklich die wichtigstilektion.

00:04:17: Strategie kommt vor Taktik.

00:04:20: Investiere wirklich viel Zeit entweder mit dir selbst, mit Freunden, mit Bekannten am besten.

00:04:27: Mit Beratenden der Hamburger Sparkasse und überlege dir was du erreichen möchtest.

00:04:33: mach eine gute Strategie und halte bitte dann auch so lange an dieser Strategie fest solange sich in den persönlichen Umständen oder aber in den weltpolitischen Umstände nicht wirklich gravierendes verändert.

00:04:48: Also gravierend heißt, wenn wir jetzt einen weltpolitischen Umsturz bekommen den ja keiner prognostizieren kann.

00:04:55: Den auch keiner erwartet dann ist die Welt auf einmal wirklich anders.

00:04:59: Wenn sich im persönlichen umfeld etwas ändert Dann kann die welt auch anders sein.

00:05:03: ansonsten halte an dieser strategie fest Und nur an den Rändern werde aktiv, weil es vielleicht eine Chance möglicherweise eben halt aber auch etwas gibt was man vielleicht mal bereinigen muss.

00:05:15: Ich glaube dieses Thema schneiden wir auch gleich nochmal.

00:05:18: Schauen wir mal vorab noch einmal ein zwei Fragen.

00:05:20: jetzt zurückblicken aufs erste halbjahr.

00:05:22: gab's eine Entwicklung eine Entwicklung die sie persönlich überrascht hat?

00:05:27: Sie hat mich nicht überraszt vom Grundsatz her.

00:05:30: Sie hat mir von der Stärke von der Heftigkeit überrasacht dass das Thema KI Eine Querschnittstechnologie ist, dass ein stückweit dort eine neue Schlüsseltechnologie auf uns zukommt.

00:05:42: Das konnte nicht überraschend sein.

00:05:45: Was mich überrascht hat, ist das dieses KI-Thema doch mittlerweile auch so stark in Börsenbewertung Einzug gehalten hat, dass es eine Dominanz hatte von der aus eigentlich fast alles ausgegangen ist.

00:06:00: Dass es einerseits gut und schön Andererseits muss man allerdings

00:06:05: auch

00:06:06: rekapitulieren und feststellen, dass es da natürlich eine Abhängigkeit gibt.

00:06:11: Es muss eigentlich irgendwie so gefühlt auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene gar nichts funktionieren.

00:06:17: Hauptsache ist funktioniert der Trend KI?

00:06:21: Wenn man dann jetzt die nächste Frage und die drängt sicher auf anschließt und die Frage stellt, ja aber was ist wenn der Trend KI mal nicht mehr funktioniert?

00:06:30: Ja dann bilden sich eben halt Fragezeichen.

00:06:33: Aber diese Dominanz des KI-Themas das fand ich schon überraschend.

00:06:39: Wir wollen jetzt heute keine, wie soll ich es formulieren neue Anlagestrategie raushauen gucken wo könnte man jetzt möglicherweise wie taktisch gut rein?

00:06:48: Ich glaube schon dass es Sektoren gibt die zurückgekommen sind.

00:06:52: Schauen wir mal, ob wir das zu anderer Stelle machen will damit nur sagen ja KI müsste man empfiehlt sich vielleicht ein bisschen skeptischer aufzuschauen heißt aber noch lange nicht irgendwie negativ gegenüber dem Aktienmarkt eingestellt so sein.

00:07:02: Das haben sie aber auch mit keiner Silbe gesagt.

00:07:05: Sagen Sie eine ganz andere Frage.

00:07:07: nochmal ist mit mir nochmal interessieren Ja gibt es denn was wo Sie sagen würden?

00:07:11: also da lagen jetzt sehr viele Marktteilnehmer wirklich komplett daneben.

00:07:14: Gold zum Beispiel waren ja viele FOMO getrieben noch zur Beginn des Jahres.

00:07:20: Da waren wir eine Zeit lang tatsächlich so, dass wir gesagt haben, wir können das nicht mehr nachvollziehen.

00:07:25: Wir haben das gemacht was natürlich dann auch noch nicht nur... auf Zuspruch gestoßen ist.

00:07:31: Wir haben eine Zahl lang ja sogar die Prognose für Gold eingestellt, weil wir gesagt haben, wir wollen diesem Herdentrieb einfach noch mal zehn Prozent drauf im Kursziel.

00:07:40: den wollen wir nicht folgen.

00:07:41: Wir können das nicht mehr prognostizieren.

00:07:43: es ist uns entglitten.

00:07:45: dort haben viele Marktteilnehmer dann den Kurs oder die Kursziele einfach weiter nach oben gezogen.

00:07:50: Das haben wir nicht gemacht und das fand ich im Nachhinein auch richtig.

00:07:54: natürlich wussten auch wir nicht dass es zu dieser Konsolidierung Korrektur im Gold kommt.

00:08:01: Wir wussten nicht wann, was wir wussten dass das so ein bisschen entglitten ist.

00:08:05: das ganze also da lagen in der Tat viele Marktteilnehmer daneben und wo wir alle danebenlagen das muss man auch ganz deutlich sagen.

00:08:14: das ist diese unglaublich hohe Qualität der amerikanischen Unternehmen die sich dann eben halt in den Gewinn zu wechseln widerspiegelt.

00:08:22: Zu Beginn des Jahres ist der Gesamtmarkt, das war eine Art Konsensschätzung dann gewesen davon ausgegangen.

00:08:29: Das wird ein gutes Jahr für.

00:08:31: wir sagen ja immer so schön US Corporate.

00:08:34: da sind schon davon auszugehen dass es zweistellige Gewinnzuwächse geben wird was ja schon mal wirklich gut ist.

00:08:42: am Ende aller Tage knappen wir jetzt an der dreißig Prozent Marke.

00:08:46: das ist außergewöhnlich.

00:08:48: Das ist außergewöhnlich und das hat zu unterschiedlichen Facetten geführt.

00:08:53: Da hat keiner mitgerechnet, dass US Corporate trotz all dieser Belastungen dann eben halt doch so gut dastehend.

00:09:01: Wenn wir nochmal auf die vergangenen Monate schauen, fällt mir vor allen Dingen eins auf – und das ist, dass die Unsicherheit gefühlt und nahezu permanent hoch war!

00:09:13: Und trotzdem entwickelten sich die Kapitalmärkte häufig deutlich besser als das allgemeine Stimmungsbild.

00:09:20: Sagen Sie mal Herr Schemmer, warum ist es eigentlich so?

00:09:22: Naja

00:09:23: am Kapitalmarkt ganz kurzfristig geht es auch um Herden und Trendverhalten indem man dann eben halt die News aufmacht und dann kommen vergleichsweise erschütternde Nachrichten Oder es kommt etwas, wo wir sagen, oh Gott, das hebt ja alles aus den Angeln und den Fugen.

00:09:42: Und wer weiß wie die Welt danach ist?

00:09:45: Das ist meistens so der erste Reflex.

00:09:46: Dann werden es noch mal wie Wild-Aktion G kauft oder im schlechten Fall werden sie dann eben halt auch verkauft.

00:09:53: Das setzt sich dann irgendwie zwei drei Tage fort und spätestens dann wird der Markt aber ausgesprochen professionell.

00:10:00: Und was heißt das professionell?

00:10:02: Der Markt überlegt sich halt und dass konkret bezogen auf Sektoren, auf einzelne Unternehmen welchen Einfluss ganz konkret hat jetzt eben halt dieses eine Ereignis.

00:10:14: Und bei dieser nähermeren Betrachtung – und das hat dann nichts von Stimmung oder Ähnliches zu tun – ist es einfach ein Stück weit auch... Quantitative des Mathematik.

00:10:26: Überlegt man sich, dann guckt sich die Bilanz in der Unternehmen an und sagt ja verdient dieses Unternehmen jetzt mehr Geld weniger Geld oder verändert sich eigentlich gar nichts?

00:10:37: So immer dann und das ist ein schönes Beispiel wenn man strukturelles Wachstum hat und dass es eben halt mit allen rund um KI der Fall kommt man dann relativ schnell zu dem Ergebnis Pro.

00:10:49: Dieser Trend wird weitergehen, da mag das Ereignis auch wirklich schlecht sein für die Gesamtwirtschaft.

00:10:55: Das muss sich in dieser ersten Abfolge eben nicht spiegeln – in den Unternehmensergebnissen.

00:11:01: Am Ende geht es immer darum was und wie viel Geld verdienen Unternehmen?

00:11:06: Und zwar nicht jetzt und heute sondern in den Erwartungen, in zwölf, in vierundzwanzig Monaten!

00:11:12: Das ist die relevante Zahl.

00:11:14: und wenn es da eine Veränderung gibt, das wird mehr.

00:11:17: Dann steigen diese Aktien.

00:11:19: Gibt es eine negative Veränderungen?

00:11:21: Dann fallen sie halt!

00:11:22: Also das hat nichts mit Stimmung oder was auch immer zu tun.

00:11:29: Und das hat auch nichts mit der Medienrhetorik zu tun.

00:11:32: Da sind dann ganz kühle Köpfe unterwegs, die am Ende sagen für den ist es gut, für denen ist es schlecht und für den hat's keine Auswirkung.

00:11:42: Professionelle Investoren, glaube ich kann man an der Stelle ganz klar so sagen die schauen schon eindeutig und stärker auf Unternehmensgewinn und Bewertung als auf einzelne oder auch mehrere wenige Schlagzeilen.

00:11:52: Ja absolut was man dabei sicherlich auch immer berücksichtigen muss dass es dort Trennverstärkungen gibt.

00:11:59: also

00:12:00: natürlich besteht diese Börse und diejenigen die auch Kurse machen an den weltweiten Kapitalmärkten am Ende aller Tage wollen alle Geld verdienen.

00:12:09: So ist das.

00:12:10: Das Schöne ist, häufig wird ja gesagt also erstmal muss der eine verlieren und nur dann kann der andere was gewinnen.

00:12:16: Dass er nun mal quatscht!

00:12:18: Das Aktien wirklich nicht der Fall weil mittel- und langfristig... Und da gehe ich mal von aus und das kann man glaube ich schonmal durchaus mit Verlaub so raushalten steigen Aktienkurse.

00:12:28: Das heißt es können alle gewinnen.

00:12:29: und gibt es aber auch Investoren Gruppen die versuchen diesen Dingen eben noch mehr zu machen, indem sie sagen mein Gott nochmal sehen das jetzt als Beispiel.

00:12:41: bei der künstlichen Intelligenz haben alle auf das Thema Hardware also Speicher gesetzt.

00:12:49: Was machen diese Investoren?

00:12:50: Die kaufen Hardware Aktien und verkaufen gleichzeitig Software Aktien.

00:12:56: so Das sind so Irritationen und das sind Trend-Übertreibungen.

00:13:01: Da, glaube ich schon ... Da wird in einem gewissen Zeitraum spiegelt da die Börse nicht unbedingt immer.

00:13:09: Und zu jedem Zeitpunkt die Ergebnisse wieder, die eigentlich fundamental gerechtfertigt werden.

00:13:15: Aber das wächst sich raus!

00:13:16: Das dauert dann ein bisschen.

00:13:18: wie lange weiß keiner und dann gehen wir auch wieder in eine Art Normalstellung zurück.

00:13:26: Okay, dann sage ich erfolgreiches investieren entsteht selten dadurch dass man jede einzelne Nachricht richtig einschätzt sondern natürlich in erster Linie dadurch und das haben sie vor circa zehn Minuten ja schon mal ganz deutlich gesagt.

00:13:39: Dass man eben einen langfristigen Plan verfolgt ja und denen seinen groben Zügen auch daran festhält.

00:13:47: sagen Sie welche grundsätzlichen Lehren ergeben sich denn jetzt aus dem ersten halb Jahr für Menschen die insbesondere einen langfristigen Vermögensaufbau verfolgen oder aber auch Vermögen erhalten möchten.

00:14:00: Gibt's da was?

00:14:01: Ja, das glaube ich schon!

00:14:02: Also dass die langfristige Perspektive anbelangt... also die langfristige Perspective ist auch die langfristige Perspaktive.

00:14:08: Auch wenn es denn schwer fällt, ist es vielleicht mittel- und langfristig vielleicht auch gar nicht so wichtig wie zwanzig sechsundzwanzig ausfällt.

00:14:16: Das fällt einem natürlich schwer, das fällt mir auch schwer, wenn ich mit meinem Deporaussuch wann auch immer dann angucke.

00:14:22: Aber am Ende muss man da vielleicht auch wirklich so ein bisschen cool sein und drüber hinweg gucken.

00:14:28: Und nochmal, ich sage das ja vor zehn Minuten schon, Strategie geht vor Taktik und das ist das eine.

00:14:36: Das andere ist wenn man von bestimmten Trends überzeugt sind wir sprachen mal von den sogenannten Fünf D's.

00:14:44: So was ist dann eben halt Digitalisierung als der Derzeit ja irgendwie wirklich mit Abstand wichtigste Trend, der so gespielt wird und eben halt auch wahrgenommen wird.

00:14:56: Aber es gibt dann noch ganz viele andere Defense, Decarbonisierung und und und.

00:15:01: Diese Trends sind nicht kaputt aber sie kommen an den Börsen immer mit einer unterschiedlichen Ausprägung hervor.

00:15:10: Und das sind glaube ich die spannenden Dinge die man jetzt auch in diesem ersten Halbjahr, vielleicht wenn man das einmal Revue passieren lässt sich anguckt.

00:15:19: Das haben wir natürlich auch gemacht weil wir in Teilen ja auch diese Trends begleiten Dort auch Produktlösungen empfohlen haben.

00:15:26: Und oh Wunder ist es jetzt zum Beispiel so, dass das Thema Nachhaltigkeit, Decarbonisierung, Infrastruktur insbesondere energetisch anbelangt, dass Mark auch ein Stück weit Impuls aus dem Iran-Konflikt sein aber wieder relativ weit vorne ansteht.

00:15:41: Also dieser Trend war nicht völlig kaputt er war eben halt so ein bisschen hinten links liegen gelassen.

00:15:48: Ein anderer Trend der leider leider muss man ja sagen Verteidigung, Defense Den wollen wir ja alle nicht.

00:15:54: Den haben wir uns auch nicht freiwillig ausgesucht, aber es ist nun mal da.

00:15:56: Es ist nun einmal am Ende mit eines der wichtigsten Dinge dass wir hier unsere freiheitliche Grundordnung behaupten können.

00:16:03: also brauchen wir eine Verteiligung.

00:16:05: Der war sehr erfolgreich.

00:16:07: gemessen an den Aktienkursen in zwanzig fünfundzwanzig In zwanzich sechsundzwantig ist das nicht der Fall.

00:16:13: Aber hat sich an der weltpolitischen Gemengellage irgendetwas gravierendes verändert?

00:16:20: Nee Hat es nicht.

00:16:21: Wäre da zum Beispiel eine Schlussfolgerung, die man treffen könnte?

00:16:25: Ja, es gab vielleicht ne Übertreibung in den Jahr zwanzig-fünfundzwanzig für diesen Trend aber im Jahr zwansich sechsundzwanziger ist er noch da.

00:16:31: also das finde ich ist eine ausgesprochen gute und ich glaube am Ende auch positiv Ergebnis wirksame Übung sich solche Sachen zu überlegen sich das anzugucken Und dann vielleicht so diese diese Strategie mit ein bisschen Taktik zu garnieren.

00:16:47: Das wäre auch eine Schluss folgerung.

00:16:50: Wir haben ja unserem Ausblick einen Namen gegeben.

00:16:53: Chancen nutzen, Resilienz leben.

00:16:56: Ich bin ja ganz froh darüber dass man dieses Thema Resilience Leben nur relativ kurzfristig in diesem Jahr gebraucht hat Machen wir uns nix vor und derzeit sieht das alles ganz ganz toll aus.

00:17:08: Mit Beginn des Iran-Konfliktes sah die Situation ganz anders aus Und die Aktienmärkte sind auf Tauchstation gegangen.

00:17:15: Da war es natürlich gut Portfolien robuste aufgestellt waren.

00:17:21: Vielleicht ist das eine weitere Erkenntnis, dass es ja so ähnlich wie bei einer Versicherung.

00:17:26: Bei einer Versierung fragen Sie auch nicht vier oder fünf Mal im Jahr warum sie eigentlich eine Haftlichtversicherung haben?

00:17:32: Ist ja gar nichts passiert!

00:17:34: Oder warum haben Sie ne Gebäudeversicherung?

00:17:37: Können Sie auch sagen Das Haus ist ja wieder nicht abgebrannt in diesem Jahr.

00:17:40: Also, brauche ich diese Gebäudeversicherung noch?

00:17:43: Das ist der falsche Angang bei diesem Thema Resilienz.

00:17:46: Man muss eher die Frage stellen – Ist es mir wichtig, dass meine Vermögenstruktur eine Resilience aufweist?

00:17:53: und wenn ich diese Frage mit Ja beantworte, muss ich und sollte vielleicht nicht jedes Mal fragen, brauchte ich jetzt Resiliens?

00:18:00: Falsche Angank!

00:18:01: Das machen wir mit anderen Dingen eben halt auch nicht sondern sagen wir eben halt ja, ich habe mich einmal dafür entschieden das sich bestimmte Dinge versicherere.

00:18:10: Aber ich habe mich einmal dafür entschieden, weiß ich nicht... dem Bund fürs Leben einzugehen.

00:18:16: Wenn es gut klappt, hinterfrage ich ja auch nicht.

00:18:19: Jeden dritten Tag war das eigentlich eine gute Entscheidung?

00:18:22: Nee!

00:18:22: Ich hab mich dafür entschieden und irgendwie klappt das auch ganz gut.

00:18:25: Und das ist vielleicht auch nochmal ganz wichtig weil ich ganz häufig jetzt eben halt auch von Kundinnen und Kunden angesprochen werde was soll das eigentlich mit dieser Resilienz?

00:18:34: Darum geht es nicht.

00:18:35: Wenn man der Meinung ist, dass man diese Schwankung, diese Volatilität und die dann am Ende ja bedeutet das man eigentlich nur risikobehaftete Anlageklassen berücksichtigt wenn man sie haben möchte.

00:18:47: Ja da braucht keine Resilienz.

00:18:49: Das ist aber wie gesagt nicht mein Votum.

00:18:52: ich glaube schon dass man sie braucht.

00:18:54: Das heißt, da war jetzt unglaublich viel drin tatsächlich.

00:18:57: Ich hatte mir ein paar Fragen noch mal notiert.

00:18:59: wenn sie diese Punkte so nicht auf den Tisch packen dass sich da nochmal nachfragt stichwort welche Rolle spielt diversifikation?

00:19:05: ich würde sagen es haben wir geklärt.

00:19:06: hat das erste halb auch einmal mehr gezeigt dass kurzfristige Prognosen häufig überschätzt werden?

00:19:10: hätte ja auch gesagt haben wir geklärt?

00:19:12: und die sagen gleich beim letzten Punkt ob Sie's anders sehen.

00:19:15: ich sag ja Disziplin bleibt häufig wichtiger als Market Timing.

00:19:21: Klar, so Market Timing, das versuchen ja ganz viele.

00:19:25: Muss man ehrlicherseits sagen.

00:19:26: ich sage auch immer wenn mich dann eben im Freundeskreis oder auch im Kreis der Hassbarkunden nicht jemand anspricht so Market timing hier und da geht es jetzt runter, geht's jetzt rauf.

00:19:35: Das kann man alles machen.

00:19:37: Wenn man das dann halt noch mit einzelnen Aktien macht Dann muss man sehr viel Zeit investieren Und dann muss man eben halt auch akzeptieren dass dieses MarketTiming das kann erfolgreich sein.

00:19:48: Es ist dann auch ein bisschen tag-und-raumfüllend.

00:19:50: Für einen großen Teil unserer Anlegerinnen und Anlegers ist das glaube ich nicht so geeignet.

00:19:56: Das gibt welche, die machen das ein Stück weit einfach weil der Spaß bringt, weil es auch ein bisschen Entusiasmus ist.

00:20:04: Ist alles in Ordnung?

00:20:05: Die auch erfolgreich sind!

00:20:06: Ich muss mal ganz deutlich sagen aber für die Vermögensstruktur als solche ist das ein Thema was eher nachgelagert ist.

00:20:15: Wenn ich jetzt an Vermögenaufbau denke vielleicht auch im Speziellen Die Altersversorgung war dem Blick weg von den letzten sechs Monaten hin, vielleicht zu den nächsten zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahren zu lenken.

00:20:26: Hätte ich mich fast da hinreißen lassen, dass ich sage du hast eine Laufzeit von zwanziger Jahren und länger.

00:20:32: Ich spreche lieber altersversorge ratierlich monatlich, vielleicht aus dem Cashflow kann man durchaus das ist auch valide glaube ich über nur hundertprozentige Aktienquote zumindest nachdenken diskutieren.

00:20:43: Und in Deutschland wird ja aktuell auch wieder intensiv über Kapital gedeckte Altersvorsorge und sogar das sogenannte Alters-Vorsorge-Depot diskutiert.

00:20:53: Ist das aus Ihrer Sicht grundsätzlich der richtige Weg?

00:20:58: Ja, es ist möglicherweise nicht nur der richtige weg sondern es ist der einzige richtige Weg!

00:21:04: Also wir haben da glaube ich gar nicht so viele andere Möglichkeiten, weil das ganze Thema Altersvorsorge muss man ja ehrlicherseits sagen.

00:21:12: Das ist natürlich ein extrem politisches.

00:21:14: Und das ist ja logisch dass es ein extrem Politisches betrifft eben halt eine sehr hohe Anzahl von Mitbürgerinnen und Mitbürgern die eben halt jetzt irgendwann in Rente gehen oder schon Rente sind.

00:21:26: Das hier eine Facette.

00:21:28: Die andere Facette ist dass das jetzige System Und da geht es gar nicht darum, ob ich das gut oder schlecht finde.

00:21:36: Rein aus übergeordneter Betrachtung ist das halt nicht mehr finanzierbar.

00:21:40: und wir müssen ganz deutlich sagen wenn wir dieses System... Da gibt's jetzt erste Ansätze was ich sehr begrüße.

00:21:47: Wenn wir das nicht breiter aufstellen, wenn wir dass nicht reformieren dann kann das zukünftig nicht mehr funktionieren.

00:21:54: und es ist eben auch nicht so.

00:21:55: im Aktienmarkt habe ich gesagt können alle gewinnen können nicht alle gewinnen.

00:21:59: Also wir müssten dann wirklich einer Generation, nämlich der Generation die heute arbeitet haben ja diesen Generationenvertrag wehtun oder wir müssen den anderen Generationen die heute nicht mehr arbeiten kann und nicht mal arbeiten will weh tun.

00:22:14: so also am Ende brauchen wir ein intelligentes Reformpaket wo wir beide Belange beide Bedürfnisse von beiden Bevölkerungsgruppen der Arbeitenden und der Rentnerinnen und der Rentner miteinander kombinieren.

00:22:29: Und wo wir uns anders aufstellen, als wir heute aufgestellt sind?

00:22:33: Wir wollen ganz sicher kein Politikpodcast hier machen.

00:22:37: Machen wir auch nicht bleiben am Kapitalmarkt.

00:22:40: Es drängt sich für mich dennoch die Frage auf warum jetzt Länder nimmer mal Schweden Nimmer-Norwegen, mit dem Staatsfonds USA.

00:22:47: Einige Kennen ist mit der Vier-Null-Eins-Kar seit Jahrzehnten und selbstverständlich am Kapitalmarkt aktiv.

00:22:54: Da drängt sich doch schon die Frage auf ja wieso machen sie das eigentlich?

00:22:58: Und wie er jetzt oder andersrum gefragt welcher Erfahrung können wir von diesen Ländern übernehmen?

00:23:04: Also ich glaube, dass alle Altersvorsorgeprogramme Säulen die in fremden Staaten erfolgreich betrieben werden eigentlich mehr oder weniger die gleiche Ausprägung haben.

00:23:16: Das muss man einfach mal akzeptieren.

00:23:18: es gibt in aller Regel eine staatliche Säule Der heißt, wir machen sowas ähnliches.

00:23:23: Das Wort ist jetzt ein bisschen verbraucht.

00:23:25: und eine Grundsicherung.

00:23:26: Die kann höher sein oder niedriger sein.

00:23:28: Da gibt es unterschiedliche Ausprägungen.

00:23:30: Das ist immer wieder die erste Säule.

00:23:33: Dann kommt die zweite Säuble.

00:23:34: Und das ist die Regel sogar verbindliche betriebliche Altersvorsorge.

00:23:41: D.h.,

00:23:42: der Betrieb mit anderen Worten der Arbeitgeber ist zu einem bestimmten Prozentsatz dazu verpflichtet Altersvorsorge für den Arbeitnehmer zu betreiben.

00:23:52: Diese Säule ist schon mal sehr, sehr häufig gekoppelt mit Engagement am Aktienmarkt.

00:23:57: und dann kommt eben halt die dritte Säuble dazu dass man eben auch privat etwas für die altersvorgel tun sollte und tun kann.

00:24:06: Ich glaube, warum ist das derzeit so misslich?

00:24:08: Es gibt unterschiedliche Gründe.

00:24:10: Wir haben kein Erkenntnisproblem.

00:24:12: Das ist ganz wichtig!

00:24:13: Wir wissen dass dieses System zu reformieren ist.

00:24:17: wir wissen halt nicht wie weit wir gehen können und wie wir den unterschiedlichen Interessensgruppen gerecht werden können.

00:24:24: am Ende aller Tage werden auch wir Da gibt es ja jetzt auch erste gute, muss man wirklich sagen, erste gute Ansätze dieses drei-Sollen-Modell den favorisieren und umsetzen.

00:24:36: In welcher Breite in welcher Tiefe weiß ich nicht.

00:24:39: das sind politische Entscheidungen?

00:24:41: Es ist nicht hilfreich wenn man bestimmte Dinge einfach ausklammert.

00:24:46: also wenn man einfach sagt demografie spielt keine Rolle dann kommen wir nicht weiter so.

00:24:50: man muss halt einfach anerkennen dass hier hier in Deutschland ein demografisches Thema haben.

00:24:57: Und das werden wir auch kurzfristig nicht korrigieren können und es dauert auch zu lange, dass sich das wieder von selbst einfasst.

00:25:04: Müssen wir was tun?

00:25:06: Ja, wir brauchen irgendwie mehr Kinder aber da können wir jetzt nicht drauf warten.

00:25:11: also wir müssen das akzeptieren.

00:25:12: Demographie ist ein ganz ganz wichtiges Thema.

00:25:15: Wir müssen ein Stück weit vielleicht auch unsere DNA verändern, indem wir sagen Aktien sind keine Spekulationsobjekte sondern sind halt auf lange Sicht sehr, sehr renditeträchtige Anlagen mit denen man eben halt einfach weil sie mehr Rendite versprechen und dementsprechend höhere Erträge erzielen kann.

00:25:36: Unsere DNA geht da ja eher so.

00:25:39: das Geld darf nicht weniger werden.

00:25:40: Wir müssen akzeptieren, dass wenn wir in Produktivkapital uns engagieren.

00:25:46: Dass das Schwankung unterworfen ist.

00:25:49: Das müssen wir akzeptiren und wenn wir diese Schwankungen nicht haben wollen dann macht es keinen Sinn mit irgendwelchen Instrumentarien.

00:25:57: Und ich habe diesen Beruf hier irgendwie mal gelernt von der PIKA auf.

00:26:00: Ich kenne genug Instrumentarianen kennen genug Möglichkeiten schwankungen rauszunehmen.

00:26:05: die Wahrheit ist aber da geht ein Großteil der Rendite verloren Weil ein Großteil besteht eben halt aus dem Thema Schwankung.

00:26:14: Wer bereit ist, Schwankungen zu akzeptieren bekommt dafür eine Risikoprämie und diese Risikotprämie heißt am Ende eine höherer Rendite.

00:26:20: Und wir müssen vielleicht auch so ein bisschen an unserer DNA arbeiten dass das Produktivkapital erstmal was Gutes ist.

00:26:27: Wir leben vielleicht auch zu lange in der Vergangenheit Dass dieses System ja mal sehr positiv gewesen ist und dass wir dieses System einfach immer weiter ausgeweitet haben, dass wir es geschöpft haben.

00:26:39: Und manchmal hilft auch Geschichte.

00:26:42: Wir müssen uns halt auch einfach mal die Frage stellen, das ist ganz lange her.

00:26:46: Warum haben wir eigentlich mal Altersvorsorge eingeführt?

00:26:50: Und zu welchen Bedingungen haben wir sie eingeführt?

00:26:53: Was sollte Sie leisten und was war denn der nächste Fehler?

00:26:57: Das war kein Fehler, Sie einzuführen!

00:26:58: Das war eine hervorragende Entscheidung.

00:27:00: Der Fehler war sicherlich zu glauben oder so dass wir nie ein demografisches Problem bekommen.

00:27:05: Aber dieser Generationenvertrag, der beruht eben da drauf kein demografisches Problem gibt und wenn es nun mal da ist, dann kann der so in der Form nicht mehr funktionieren.

00:27:15: Und das Anspruchsverhalten – das ist bei mir auch vorhanden völlig klar!

00:27:20: Das ist zu hoch.

00:27:21: Also ich glaube man kann diese Diskussion super wichtig sein.

00:27:26: Weil wenn wir das Thema Altersvorsorge nicht hinbekommen, haben wir ein Generationenproblem.

00:27:31: Wenn wir das Thema Altersvorsorge nicht hinbekommen, dann haben wir aber auch ein Problem im Staatshaushalt und damit haben wir ein Problem in Deutschland.

00:27:38: Weil wir kein Geld mehr für Investitionen haben weil es eben halt alles in die Nicht-vorhandenen Rentenkassen geht.

00:27:46: Das ist ein riesiges Thema und eigentlich macht es Spaß!

00:27:50: Und insofern ist es einfach, weil es gibt halt Beispiele bei anderen Ländern, ob das jetzt die USA sind.

00:27:57: Ob das Schweden?

00:27:58: Ob das Norwegen?

00:27:59: Sind alle ein bisschen anders ausstaffiert aber eigentlich sind sie überall gleich und die erste Maßnahme, die erste Bürgerpflicht wäre, ein Stück weit das zu adaptieren was gut zu uns passt.

00:28:10: Herr Schema Wir sind fortgeschritten in der Zeit.

00:28:12: Ja, es gibt mehrere Punkte wo ich sehr gerne jetzt nochmal nachgefasst hätte noch mal das ganze vertieft hätte.

00:28:19: möglicherweise schieben wir das ja auch einfach nur auf die zweite jahreshälfte.

00:28:23: schauen wir mal welche Themen links und rechts vom Kapitalmarkt sonst noch so reinkommen.

00:28:27: kurz zum Schluss nochmal zurück zu ihnen selber und zwar sie beobachten die Kapitalmärkte ja seit vielen Jahren.

00:28:33: Ich hoffe ich trete ihn nicht so nah wenn ich sogar sage seit Jahrzehnten.

00:28:37: was mich Wirklich interessiert ist, sind Sie mit Blick auf die nächsten zehn bis zwanzig Jahre eher optimistisch oder eher vorsichtig?

00:28:44: und warum?

00:28:46: Das ganz witzig.

00:28:46: Ich bin aufgefordert worden für ein Blatt was wir hier auch bei der Hasbar dort rausgeben etwas über Optimismus zu schreiben so was natürlich berufsbezogen auch einen Zusammenhang mit meiner Person in meinem Schaffen hier bei der hasbar zu tun haben sollte.

00:29:02: also ich bin sozusagen vorbereitet.

00:29:05: Zwei, drei Sachen dazu.

00:29:07: Ich glaube wenn man nicht optimistisch ist dann kann man ja auch Unternehmertum und ähnliches gar nicht befürworten weil man braucht einen Grund Optimismus.

00:29:16: bin ich jetzt in der Lage?

00:29:18: Kommen wir eigentlich fast zum Anfang unserer heutigen kleinen Podcast-Folge.

00:29:22: Bin ich in der Lage, das nächste halbe Jahr klar, sauber und deutlich durchzustrukturieren?

00:29:27: Und heute schon sagen zu können was dann am einunddreißigsten zwölften, zwanzig sechs und zwanzIG so alles passiert ist in dieser zweiten Jahresselfte?

00:29:36: Nein bin ich nicht!

00:29:36: Bin ich an der Lage das für die nächsten fünf Jahre zu machen?

00:29:40: Nein, bin ich auch nicht... Und dann ist es ja ein bisschen schwierig zu sagen Ich weiß dass für den nächsten zehn, zwantzig, dreißig, vierzig jahre.

00:29:46: Ne, weiß ich natürlich Wir machen einmal im Jahr einen Langfristausblick.

00:29:52: Man nennt das auf Neudeutsch Secular Outlook, da versuchen wir solche Dinge abzugreifen... Vom Grundsatz her dort dementsprechend Punkte geben, aber eben halt auch bestimmte Sachen dann nicht so gut erscheinen lassen.

00:30:07: Am Ende aller Tage glaube ich braucht man dafür dann auch das Sprichwort Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

00:30:14: Das heißt dass was in der Vergangenheit vom Grundsatzer gegolten hat.

00:30:18: Dafür gibt es immer wieder mit kleinen Irren und Wirrungen.

00:30:23: Gibt es wahrscheinlich die größte Bestätigung, dass das auch in der Zukunft passieren wird.

00:30:28: Und da glaube ich einfach, dass es weiterhin Unternehmen gibt.

00:30:31: Da glaube ich auch, dasses weiterhin Handel geben wird und es wird weiterhin technischen Fortschritt geben und davon werden diese Unternehmen partizipieren.

00:30:39: Das würde sich wiederum in den Unternehmenswerten niederschlagen.

00:30:43: wie die Welt dann Geopolitisch aussieht, ob das noch ein Hegomon gibt mit den USA.

00:30:49: Welche Rolle China spielt?

00:30:50: Asien spielt wie Europa sich gefunden hat oder eben halt auch nicht Das weiß ich alles nicht.

00:30:55: Da werden wir uns mit beschäftigen und es ist auch total spannend Ist jetzt aber gar nicht so entscheidend wenn ich vom Grundsatz her sage Unternehmen wird's geben Und es wird erfolgreiche Unternehmen geben und dass wird sich am Ende dann auch sicherlich mit Schwankung bei deren Aktienmarkt Bewertungen niederschlagen.

00:31:14: Insofern bin ich da komplett positiv.

00:31:41: Anregungen haben, schreiben Sie uns gerne an kapitalmarktathasbar.de.

00:31:48: Weitere Einschätzungen wie dem am Anfang angeteaserten halbjahres Rückblick finden sie auf hasbar-kapitalmarkt.de.

00:32:00: Diesen und natürlich weitere Expertisen unseres kompletten Kapitalmarkteams.

00:32:05: Sie finden dort analysend und Publikation.

00:32:08: Bis zur nächsten Folge.

00:32:10: Bleiben Sie informiert, nutzen sie Chancen und leben Sie Resilienz.

00:32:15: Tschüss!

00:32:17: Und wie immer gilt wichtiger Hinweis die in diesem Podcast besprochenen Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch einer Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

00:32:32: Alle Einschätzungen geben die Meinung der Gesprächspartner zum Zeitpunkt der Aufnahme wieder und können sich jederzeit ändern.

00:32:40: Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, der Wert von Kapital-Anlagen kann steigen oder fallen.

00:32:47: Anlegerinnen und Anlegers können Teile ihres eingesetzten Kapitals oder auch ihr gesamtes eingesetztes Kapital verlieren.

00:32:56: Vergangene Wertentwicklungen, Prognosen oder Erwartungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.

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